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Soziologie Fernstudium

Wege, Theorien, Methoden, Köpfe

Erklärt

Solidarität

Solidarität ist die Bereitschaft, für andere Mitglieder einer Gruppe einzustehen, und bildet bei Émile Durkheim eine Grundlage sozialer Ordnung.

Durkheim unterscheidet mechanische Solidarität, die in kleinen, gleichartigen Gemeinschaften auf geteilten Überzeugungen beruht, von organischer Solidarität in arbeitsteiligen Gesellschaften. Dort hängen Menschen voneinander ab, weil sie unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Solidarität zeigt sich dann in Verlässlichkeit und in gegenseitiger Unterstützung über Unterschiede hinweg.

Für die Forschung ist der Begriff wichtig bei Fragen nach Sozialstaat, Ehrenamt und Nachbarschaftshilfe. Wer ihn verwendet, sollte klären, ob Solidarität eher gefühlt, erwartet oder rechtlich gesichert ist. Im Studium lassen sich dazu Beispiele aus Vereinen, Nachbarschaften oder Hilfsnetzen untersuchen. Wichtig ist, Erwartungen und tatsächliche Hilfe getrennt zu erfassen.

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