Erklärt
Institution
Eine Institution ist ein dauerhaftes, durch Normen geordnetes Gefüge sozialer Erwartungen, das bestimmte Aufgaben übernimmt, etwa Familie, Schule oder Recht.
Institutionen strukturieren das Handeln, indem sie festlegen, wer was tun darf und soll. Sie existieren unabhängig von einzelnen Personen und überdauern Generationen. Dazu zählen formale Einrichtungen wie Universitäten ebenso wie informelle Regeln, etwa Höflichkeitsformen oder Gepflogenheiten im Beruf.
Die Institutionenanalyse fragt, welche Funktion eine Einrichtung erfüllt und wie sie sich verändert. Im Studium bietet sich das Konzept an, um Hochschulstrukturen zu untersuchen, etwa wie Prüfungsordnungen Verhalten lenken. Wer Institutionen beschreibt, sollte ihre Wirkung im Alltag belegen und nicht nur ihre formale Aufgabe nennen. Im Studienalltag zeigt sich das an Prüfungsordnungen, Fristen und Anerkennungsregeln, die das Verhalten aller Beteiligten lenken.
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- NormEine soziale Norm ist eine verbindliche Verhaltenserwartung einer Gruppe oder Gesellschaft, deren Einhaltung durch Sanktionen gestützt wird.
- Soziale RolleEine soziale Rolle ist das Bündel von Erwartungen, das an eine Person in einer bestimmten Position gerichtet wird, etwa als Lehrerin, Vater oder Studierende.
- SozialisationSozialisation ist der Prozess, in dem Menschen Normen, Werte und Verhaltensweisen ihrer Gesellschaft erlernen und zu handlungsfähigen Mitgliedern werden.
- GesellschaftGesellschaft bezeichnet bei Tönnies Beziehungen, die auf Verträgen, Märkten und rationalen Interessen beruhen und nicht auf persönlichen Bindungen.