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Soziologie Fernstudium

Wege, Theorien, Methoden, Köpfe

Erklärt

Lebenswelt

Die Lebenswelt ist bei Alfred Schütz und Edmund Husserl der vorgegebene, selbstverständliche Alltagshorizont, in dem Menschen handeln und Sinn erfahren.

Alfred Schütz beschreibt die Lebenswelt als Hintergrund, den Menschen nicht ständig hinterfragen, weil er ihnen vertraut erscheint. Darin liegen Wissensvorräte, Typisierungen und stillschweigende Annahmen über das Verhalten anderer. Gerade diese selbstverständlichen Deutungen machen Verständigung möglich, sind aber selten bewusst.

Für qualitative Forschung ist der Begriff ein Ausgangspunkt, um Erfahrungen aus Sicht der Befragten zu rekonstruieren. Wer Interviews führt, sollte nachfragen, was für Befragte selbstverständlich ist, statt eigene Begriffe vorauszusetzen. Im Fernstudium zeigt sich die Lebenswelt etwa im Alltag zwischen Beruf, Familie und Lernzeit. Für Lernende ist es nützlich, die eigene Lebenswelt bewusst zu reflektieren, weil sie Erwartungen an das Studium stark prägt.

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