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Soziologie Fernstudium

Wege, Theorien, Methoden, Köpfe

Erklärt

Geschlechterrolle

Geschlechterrolle sind die gesellschaftlich erwarteten Pflichten und Zuschreibungen, die mit weiblicher oder männlicher Zugehörigkeit verbunden werden.

Geschlechterrollen werden über Sozialisation, Medien, Familie und Institutionen vermittelt. Die Soziologie unterscheidet dabei das biologische Geschlecht von der sozialen Konstruktion von Geschlecht, die sich historisch und kulturell verändert. Die Rollenerwartungen wirken etwa auf Berufswahl, Care-Arbeit und Familienentscheidungen.

Im Studium eignet sich der Begriff, um Ungleichheiten in Bildung und Erwerbsarbeit zu analysieren. Wer ihn nutzt, sollte Erwartungen und tatsächliches Verhalten trennen und die Befunde nicht vorschnell auf alle Gruppen übertragen. Im Studium zeigen sich diese Erwartungen etwa in der Studienfachwahl, bei Teilzeitmodellen oder der Verteilung von Pflegeaufgaben. Für die Analyse ist es wichtig, Frauen und Männer nicht pauschal als homogene Gruppen zu behandeln.

Ähnliche Stichwörter

  • Soziale RolleEine soziale Rolle ist das Bündel von Erwartungen, das an eine Person in einer bestimmten Position gerichtet wird, etwa als Lehrerin, Vater oder Studierende.
  • SozialisationSozialisation ist der Prozess, in dem Menschen Normen, Werte und Verhaltensweisen ihrer Gesellschaft erlernen und zu handlungsfähigen Mitgliedern werden.
  • Soziale UngleichheitSoziale Ungleichheit ist die ungleiche Verteilung von Einkommen, Bildung, Macht und Prestige zwischen Gruppen oder Personen einer Gesellschaft.
  • NormEine soziale Norm ist eine verbindliche Verhaltenserwartung einer Gruppe oder Gesellschaft, deren Einhaltung durch Sanktionen gestützt wird.