Erklärt
Entfremdung
Entfremdung bezeichnet bei Karl Marx den Verlust von Selbstbestimmung und Sinn, wenn Menschen Arbeit, Produkt und andere Menschen als fremd erleben.
Marx beschreibt Entfremdung zunächst in der Lohnarbeit: Der Arbeitende verfügt nicht über das Produkt seiner Tätigkeit und erlebt die Arbeit als Zwang. Später wurde der Begriff auf Konsum, Medien und moderne Organisationen übertragen. Gemeint ist eine Distanz zwischen dem, was Menschen tun, und dem, was sie als eigenes Leben erfahren.
Im Studium hilft das Konzept, Arbeitsbedingungen qualitativ zu untersuchen, etwa in Interviews über Monotonie oder fehlende Mitgestaltung. Wer den Begriff verwendet, sollte nicht pauschal urteilen, sondern Erfahrungen der Befragten möglichst genau wiedergeben. Für Studienarbeiten bieten sich Interviews zu Arbeitserfahrungen an, die Sinnverlust und Kontrolle konkret beschreiben.
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