Erklärt
Inhaltsanalyse
Inhaltsanalyse ist ein systematisches Verfahren, mit dem Texte, Bilder oder Medienbeiträge anhand eines Kategoriensystems regelgeleitet ausgewertet werden.
Bei der Inhaltsanalyse werden Materialien in Analyseeinheiten zerlegt und nach vorab definierten Kategorien codiert. Man unterscheidet quantitative Verfahren, die Häufigkeiten zählen, und qualitative, die Sinnstrukturen herausarbeiten. Entscheidend sind klare Codierregeln, die auch andere Forschende anwenden können.
Für Medien- oder Diskursanalysen ist das Verfahren besonders geeignet. Wer es im Studium einsetzt, sollte Stichprobe des Materials, Kodierschema und Prüfung der Übereinstimmung zwischen Codierenden dokumentieren. Für Hausarbeiten ist ein kleines Materialkorpus oft realistisch. Wichtig ist, die Auswahl der Texte und das Kodierverfahren nachvollziehbar zu begründen. Bei Medienbeiträgen empfiehlt sich außerdem ein Vergleich über mehrere Quellen hinweg.
Ähnliche Stichwörter
- Quantitative ForschungQuantitative Forschung erhebt soziale Sachverhalte in Zahlen, prüft Hypothesen statistisch und sucht nach messbaren Zusammenhängen über größere Fallzahlen.
- StereotypEin Stereotyp ist eine verallgemeinernde, stark vereinfachte Vorstellung über die Merkmale einer Gruppe, die von Einzelnen oft unreflektiert übernommen wird.
- OperationalisierungOperationalisierung ist die Übersetzung eines theoretischen Begriffs in beobachtbare Indikatoren, mit denen er messbar oder erfassbar wird.
- ReliabilitätReliabilität gibt an, wie zuverlässig ein Instrument bei wiederholter Anwendung unter gleichen Bedingungen dieselben Ergebnisse liefert.